Neuigkeiten

KOGGE-Präsident nun auch Beisitzer im PEN-Präsidium

Am vergangenen Donnerstag, den 13. Oktober 2022, wurde im Rahmen der Neuaufstellung des PEN-Zentrums Deutschland dessen Präsidium neu gewählt. Hierbei wurde auch u.a. unser KOGGE-Präsident Prof. Uli Rothfuss als Beisitzer in dieses Gremium berufen. Das Bild zeigt ihn zusammen mit dem neuen Präsidenten des PEN, José F. A. Oliver. Dazu alle guten Wünsche für einen gelingenden Neustart und für die Literatur positive Synergien zwischen KOGGE und PEN!

KOGGE-Literaturtage in Stein 2022

Endlich wieder live! Nach dem pandemiebedingten Ausfall der KOGGE-Literaturtage 2020 und der Verkürzung auf eine Online-Mitgliederversammlung 2021 konnte in diesem Jahr das geplante Programm mit Literatinnen, Literaten und Gästen in vollem Umfang stattfinden. Neben einer facettenreichen Diskussionsrunde zum Tagungsthema "Ich traue dem Frieden nicht" nach einem Ilse-Aichinger-Zitat waren dies neben der internen Versammlung der Mitglieder eine Buchvorstellung neuer Werke der KOGGE-Mitglieder sowie die Internationale Lesung mit Harald Gröhler, Nevfel Cumart, Malgorzata Ploszewska, Ursula Teicher-Maier und Texten von Pjotr Szczepanski. Endlich konnte auch der bereits 2020 an Irma Shiloaschwili vergebene KOGGE-Literaturförderpreis der Stadt Stein von KOGGE-Präsident Prof. Uli Rothfuss und Bürgermeister Kurt Krömer offiziell überreicht und mit einer Lesung der aus Georgien stammenden Autorin verbunden werden. Einige Fotos von den Veranstaltungen finden Sie anbei.

Einzelheiten entnehmen Sie bitte dem Terminkalender.
Einzelheiten entnehmen Sie bitte dem Terminkalender.

Bundesverdienstkreuz für Pater Stephan Reimund Senge

Pater Stephan bei einer Lesung in Minden 2019 (Bild: M. Ploszewska).
Pater Stephan bei einer Lesung in Minden 2019 (Bild: M. Ploszewska).

KOGGE-Ehrenringträger Pater Stephan Reimund Senge, letzter verbliebener Zisterziensermönch in der ehemaligen Abtei Himmerod in der Eifel, hat am 17. August 2022 das Bundesverdienstkreuz am Bande für sein Lebenswerk erhalten. Hierbei spielten natürlich nicht nur seine rund fünfzig literarischen Einzelveröffentlichungen eine Rolle, sondern auch sein langjähriges humanitäres Engagement für Entwicklungsprojekte im (Süd-)Sudan. Herzlichen Glückwunsch! Bei der Zeremonie wurde auch ein Grußwort des KOGGE-Präsidenten Prof. Uli Rothfuss verlesen, welches im nächsten KOGGE-Brief nachzulesen sein wird.

 

Nachstehend  einige Links zu Würdigungen in den Medien, die im SWR, auf der Website der Landesregierung Reinland-Pfalz sowie auf domradio.de erschienen sind.

Literaturforum Himmerod 2022

Frank Baier verstorben

Quelle: Webseite des Autors.
Quelle: Webseite des Autors.

Am 09. April verstarb unerwartet unser langjähriges KOGGE-Mitglied, der Ruhrgebietssänger Frank Baier im Alter von 79 Jahren. Der gebürtige Braunschweiger war ein Mann der ersten Stunde in Sachen des politischen Liedes und dem Ruhrgebiet seit vielen Jahrzehnten fest verbunden. Auf seiner Website haben Freunde und Familie ein virtuelles Kondolenzbuch ausgelegt, in welches man sich eintragen kann. Einige Nachrufe auf ihn und sein Werk sind bereits in Rundfunk und Presse erschienen und hier nachzulesen:

https://www1.wdr.de/kultur/kulturnachrichten/Revier-Saenger-Frank-Baier-gestorben100.html

https://www.evangelisch.de/inhalte/199789/11-04-2022/revier-saenger-frank-baier-gestorben

https://www.waz.de/kultur/frank-baier-revier-protestsaenger-mit-spaessken-ist-tot-id235056757.html

https://www.rf-news.de/2022/kw14/frank-baier-ist-tot

 

Angriffskrieg in Europa. Und was tun?

Dennoch: Zeit für Reflexion. Für Freundschaft und Frieden. Gegen Aggression. Für die Freiheit.

 

Es gibt einen Angriffskrieg in Europa, mitten in Europa, auch wenn viele von uns denken mögen, es sei am Rand, irgendwo im Osten. Auch eine der Verschiebungen der Perspektive in den vergangenen Jahrzehnten: die Ukraine, europäische Städte wie Kiew, Charkiw oder Odessa, sind Europa, befinden sich mitten in unserem Kontinent – und sind existentieller Teil der Geschichte, der Geistesgeschichte Europas.

 

Es ist ein Krieg, auf den die Zeitläufte hinliefen, ohne dass ihn jemand aufhalten konnte, oder – so drängt sich dem kritischen Beobachter auf – wollte. Nun, da alles, alles eskaliert, ist das Jammern groß, die Angst, dass plötzlich weite Teile von Europa in Flammen stehen. In Deutschland wird der Wehr-, um nicht zu sagen Kriegsetat von heute auf morgen um 100 Milliarden (!) Euro aufgestockt. Ich, als humanitär orientierter Mensch, überlege, was man mit so viel Geld in sozialen, in humanitären Bereichen ausrichten könnte. Stattdessen werden Waffen beschafft, um sich als Menschen zu bekämpfen. Der Gedanke kommt auf: wie rückständig, wie primitiv, sich mit viel Geld die Köpfe einzuschlagen. Und, noch ein Gedanke: als versickerten nicht schon jahrelang die Milliarden in den Sümpfen der Militärbürokratie, als bereicherten sich nicht maßlos deren Berater.

 

Wir stehen in dieser Zeit mit der Ukraine

 

Die Ukraine leidet, so viele Menschen sind nun schon hingeschlachtet oder auf der Flucht, ein, zwei Wochen nach Kriegsbeginn und Einmarsch russischer Truppen – ja, unter fadenscheinigen Begründungen, mit Lügen, vorgeschobenen Gründen, versuchte der russische Präsident, den Angriff zu legitimieren, man darf ihn getrost als Lügner, als Mörder, als Diktator bezeichnen – aber kennen wir das nicht schon von unserem westlichen Verbündeten, Irakkrieg, angeblich chemische Waffen, ein Vorwurf, der bald schon, der Lüge bezichtigt, kläglich zurückgenommen werden musste. Oder Afghanistan, auch ein unter Vorwänden und kaum nachvollziehbaren Begründungen, fluchtartiges Alleinlassen der Bevölkerung. Nichts neues also, nur dass der Böse nun der russische Imperator ist und das Ganze nebenan.

 

Selbstverständlich stehen wir mit der Ukraine, und vor allem mit den Menschen in den bombardierten Städten, müssen wir das Unsere tun, Leid zu mindern, zu unterstützen, zu helfen – auszubügeln, was auch die westliche Diplomatie wieder mal verbockt hat, auf der ganzen Linie – man kann sich nur wundern, wie unsere hochdotierten Experten so überrascht sein können von dem, was nun passiert; wie über viele Jahre hinweg dahingeschludert wurde und eben kein ganzeuropäisches Sicherheitskonzept entworfen wurde, das auch russische Interessen mit einbezieht.

 

Hysterie bekämpfen

 

Und die Moralkeule wird geschwungen, unreflektiert, der russische Aggressor wird – ah, wie kennen wir das aus früheren Kriegen, schon im 1. Weltkrieg durfte in Deutschland keine Musik französischer Komponisten und vice versa gehört werden – mit allem Russischen gleichgesetzt. Bisher scheinbar honorige Organisationen wie das Ukrainische Buchinstitut, das Lviv International Book Forum oder der PEN Ukraine verlangen den Boykott aller russischen Bücher und Verlage (veröffentlicht auf www.boersenblatt.net). Was für ein Wahnsinn um sich greift – und nicht nur dort, auch bei uns; eine unreflektierte Gesinnungshysterie wird in Gang gesetzt, unterstützt von den sozialen Medien, aber nicht nur, auch von vielen offiziellen, die ausgrenzt, an den Rand drängt, die andere Meinungen – wir kennen es schon von den Auseinandersetzungen in der Pandemie – nicht gelten lässt, sondern verletzend und brandmarkend angreift. Von wegen: der Pranger ist ein Relikt aus dem Mittelalter; wir sind im Mittelalter angekommen, nicht nur weil ein Angriffskrieg mit Waffen heute plötzlich wieder möglich ist, sondern weil ungeniert Menschen an diesen Pranger gestellt werden, heute halt in den sogenannten sozialen Medien.

 

Wirken für den Frieden. Für die Freiheit.

 

Die Europäische Autorenvereinigung Die KOGGE ist per se ein Freundschafts- und Friedensbund von Autorinnen und Autoren aus Europa, aus ganz Europa. Wir haben auch Mitglieder, die aus der Ukraine und aus Russland stammen, oder dort leben und arbeiten, die Familien, Freunde in diesen Ländern haben; und die nun um das eigene Leben, um die eigene Gesundheit, um ihr freies Arbeiten, bangen müssen – aufgrund, noch einmal, eines auf einem Lügengebäude eines egoistischen Machtpolitikers bauenden, verbrecherischen Angriffskriegs. Dennoch, ich für mich, und ich hoffe, für alle unsere Mitglieder, darf sagen, wir müssen versuchen, die Welt differenziert zu betrachten, reflektiert, es gibt keine einfachen Lösungen wie schlichte Gemüter oder die Hetzmatiker es gerne hätten. Die Aufgabe des Schriftstellers ist, zu beobachten, zu reflektieren, und seine Wahrnehmung von Vorgängen zu transferieren in Literatur – und damit bloßzustellen, sichtbar zu machen. Natürlich auch, in Zeiten, wo es nottut, zu helfen: das kann bedeuten, Texte unserer ukrainischen oder kritischen russischen Kolleginnen und Kollegen zu veröffentlichen, ihnen – zumal wenn es im eigenen Land nicht mehr möglich sein sollte – Gehör zu verschaffen. Es kann bedeuten, sich ihnen zuzuwenden, ja, sie auch materiell zu unterstützen, auch ihnen einfach zuzuhören, ein offenes Herz für sie zu bewahren, und nicht spaltend, sondern verbindend zu wirken. So verstehe ich unsere Aufgabe als Friedens- und Freundschaftsbund: Unrecht, Lüge und Verbrechen klar zu benennen, aber eben auch Brücken zu schaffen, wieder zueinander finden zu können. Und, wenn einem der Kamm schwillt und die Emotionen hochgehen, auch einmal einen Moment innezuhalten, durchzuatmen, Möglichkeiten zu suchen, eigene Enttäuschung, eigenes Wütendwerden zu überwinden und verbindlichen Austausch zu suchen. Gewalt gegen Gewalt ist heute wieder populär – wird aber auf Dauer keine Lösung bringen. Wenn einmal Gewalt sich Bahn bricht, hat vieles vorher versagt, die Kunst – der Politik und des Einzelnen – ist, einen Ausweg aus dieser Spirale zu finden und sich wieder im verbindlichen Wort zu begegnen. Und das fängt damit an, die Meinung des anderen zu hören, und sie zu respektieren. Für die Freiheit.

 

Im März 2022

 

Professor Uli Rothfuss

Präsident der Europäischen Autorenvereinigung Die KOGGE

 

Zum Tode von Detlev Block

Quelle: Webseite der evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannover
Quelle: Webseite der evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannover

Unser langjähriges KOGGE-Mitglied Detlev Block starb am 26. Januar 2022 im Alter von 87 Jahren. Der Dichter und ehemalige Pfarrer aus Bad Pyrmont war bis kurz vor seinem Tode noch literarisch aktiv und ist vor allem durch seine zahlreichen Texte zu Kirchenliedern bekannt. Die KOGGE wird seinem Namen und seinem Werk ein ehrendes Angedenken bewahren.

 

Auf der Webseite der evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannover ist ein ausführlicher Nachruf zu Detlev Block erschienen:

 

https://www.landeskirche-hannovers.de/evlka-de/presse-und-medien/nachrichten/2022/02/2022-02-04_4

Nachruf auf Márton Kalász (1934-2021)

Márton Kalász. Foto: László Lugosi Lugo – mma.hu.
Márton Kalász. Foto: László Lugosi Lugo – mma.hu.

Der ungarische Lyriker, Schriftsteller, Dramatiker, Übersetzer, Publizist, Kulturdiplomat und Germanist, Mitglied der Europäischen Autorenvereinigung Die KOGGE, Márton Kalász, ist am 30. Dezember 2021 im Alter von 87 Jahren in Budapest verstorben.

 

Márton Kalász ist am 8. September 1934 im damaligen Königreich Ungarn, im südungarischen Somberek (deutsch: Schomberg) in einer deutsch-ungarischen Familie geboren. Bis zu seinem zehnten Lebensjahr sprach er ausschließlich Deutsch, als Dichter schrieb er aber Ungarisch. „Gleichzeitig bin ich ein Deutscher und ein Ungar. Ich habe eine Muttersprache, das Deutsche und habe eine geistige Muttersprache und einen Habitus, der mich mit der ungarischen Kultur verbindet” äußerte er sich zur Frage seiner Muttersprache.

 

1952 legte er das Abitur in der südungarischen Komitatsstadt Pécs (deutsch: Fünfkirchen) ab, war dann im Kulturbereich tätig. Von 1958 bis 1970 war er Reporter beim Dorfradio und von1960 bis 1970 Redakteur beim Európa-Verlag, dem größten Verlag, der klassische und moderne Weltliteratur herausgibt. 1964 erhielt er ein Stipendium in Ost-Berlin. Von 1971 bis 1974 war er dort Mitarbeiter im Haus der Ungarischen Kultur. Seine Berliner Memoiren sind 2010 auf Ungarisch erschienen, die bis jetzt leider in deutscher Übersetzung nicht veröffentlicht wurden (Berlin – zárt övezet /Berlin – Sperrzone/. Holnap Kiadó, Budapest, 2010. p. 193.)

 

Ab 1970 war er für verschiedene ungarische Zeitschriften tätig. Von 1991bis 1994 war er Leiter des Ungarischen Kulturinstituts in Stuttgart. Bis 1991 war er Vorsitzender der Vörösmarty-Gesellschaft und ab 2001 Vorsitzender des Ungarischen Schriftstellerbandes (Magyar Írószövetség). Ab 1995 lehrte er am Germanistischen Institut an der Károli Gáspár Universität der Reformierten Kirche in Ungarn. Márton Kalász hat sich auch als Übersetzer der Werke u.a. von Johannes Bobrowski, Günter Grass, Günter Kunert, Franz Fühmann, Christoph Meckel, Michael Ende und anderen verdient gemacht.

 

Márton Kalász wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet: 1971 und 1987 erhielt er den Attila-József-Preis, 1983 und 1984 den Preis des Európa-Verlags, 1987 den IBBY-Preis, 1995 den Sándor-Weöres-Preis, 1996 den Literaturpreis Artisjus, 1998 das Calwer Hermann-Hesse-Stipendium, 2001 den János-Arany-Preis. 1994 wurde ihm das Mittelkreuz des Verdienstordens der Republik Ungarn verliehen. 2013 wurde er mit dem höchsten staatlichen Preis Ungarns für Kunst und Kultur, dem Kossuth-Preis ausgezeichnet, seit 2016 war er Künstler der Nation.

 

Für sein reiches lyrisches Œuvre und auch für sein Prosawerk sind eine strenge moralische Haltung und eine von der klassischen lyrischen Tradition geprägte und von einer ständigen Erneuerungslust bewirkte sprachliche Dichte charakteristisch, in der das Sinnliche im dichterischen Bild und das Gesitige im Begrifflichen verschmelzen, ineinander aufgehen und eine metaphysische Freude und Erfüllung suchen. Bestimmend sind in seinen Dichtungen die bunten Erlebnisse der Heimat der Kindheit, in der sich Sprachen und Kulturen verschiedener Nationen – der Ungarn, der Deutschen und der Serben – vermischen.

 

Einige seiner Werke sind auch in deutscher Übersetzung erschienen: Zeit unsrer Rhapsodien. [Rapszódiáink évada.] (Übersetzung: Franz Fühmann, Günter Kunert, Brigitte Struzyk.) Erlangen. 1983. Merkel, 47 p., Bemessener Trost. [Megszámított vigasz.] (Übersetzung: Paul Kárpáti.) Lipcse. 1984. Reclam, 82 p., Winterlamm. [Téli bárány.] (Übersetzung: Paul Kárpáti.) Graz; Bécs; Köln. 1992. Styria, 449 p., Dunkle Wunde. [Sötét seb.] (Übersetzung: Julia Schiff, Robert Schiff.) Budapest. 1999. Orpheusz, 63 p. = Heidelberg. 2002. Wunderhorn, 44 p., Dezimierungszettel. [Tizedelőcédulák.] (Übersetzung: Julia Schiff, Robert Schiff.) Budapest. 2002. VUdAK, 261 p., Der Rosenmaler [A rózsafestő.] (Übersetzung: Franz Fühmann, Paul Kárpáti) Berlin, Verlag Nessing)

 

Ich habe Márton lange Zeit gekannt. Wir beide waren Hermann-Hesse-Stipendiaten in Calw und er war mit dem ungarischen Schriftsteller, Übersetzer und Literturwissenschaftler, Miklós Györffy, und mit mir Mitglied des Kuratoriums der Ungarischen Hermann-Hesse-Stiftung. Wir haben uns auch an der Károli Gáspár Universität oft gesehen, wo Márton jahrzehntelang deutsche Literatur und literarisches Übersetzen unterrichtete. Márton war nicht nur ein hervorragender Künstler, sondern – und vor allem – ein geduldiger, bescheidener, offener und weiser Mensch. Zu seinem 75. Geburtstag habe ich für den KOGGE-Brief eine kurze Laudatio auf ihn geschrieben, von dem ich jetzt einige Gedanken in Erinnerung rufen möchte: Unsere Beziehung war offen und sehr herzlich, gekennzeichnet durch ein gegenseitiges Verständnis, das wohl auf einer nie ausgesprochenen ähnlichen Lebensansicht von uns beiden beruhte. Vom ersten Augenblick an hatte ich eine starke Neigung zu ihm gefühlt, dem geduldig-duldenden, aufrichtigen, zähen, friedliebenden und sanften Menschen, der als Chronist seiner viel gelittenen, aus ihrer Heimat vertriebenen Landsleute das tragische Schicksal des Ungarndeutschtums nach dem Zweiten Weltkrieg verewigt hat. Márton Kalász, der nie auf politische oder pseudopolitische Kompromisse einzugehen geneigt war, ist sich selbst und jenen klassisch-humanistischen Werten immer treu geblieben, die er u.a. bei Hölderlin gefunden und die er ein Leben lang in seiner Dichtkunst vertreten hat. Seine geistig-seelische Haltung konnten nicht einmal Hetzkampagnen gegen ihn brechen, im Gegenteil, sie haben ihn nur gestärkt.

 

Géza Horváth

Trauer um Pilar Baumeister

(c) M. Ploszewska, Reutlingen 2013
(c) M. Ploszewska, Reutlingen 2013

Mit großer Betroffenheit haben die Mitglieder der KOGGE vom Tode der Kollegin Pilar Baumeister erfahren, die am Sonntag, den 19.12.2021 verstarb. Eine ausführliche Würdigung folgt in Kürze. Nachstehend sei auf zwei Meldungen des WDR und des VS zu Pilar Baumeisters Leben und Werk hingewiesen:

 

Autorin Pilar Baumeister tot

 

Die deutsch-spanische Autorin Pilar Baumeister ist tot. Das gab der Verband deutscher Schriftsteller-innen und Schriftsteller am Montag (20.12.2021) bekannt.
Baumeister starb im Alter von 74 Jahren. Sie wurde in Barcelona geboren, lebte aber seit Ende der 70er-Jahre in Köln. Ihre oft surrealistischen Romane und Gedichte verfasste sie mal auf Deutsch, mal auf Spanisch. In ihnen spiegelt sich nach Auffassung des Schriftsteller-Verbands Baumeisters spezifische Wahrnehmung der Welt als blinde Frau wider. Baumeister war von Geburt an blind. Seit rund 15 Jahren organisierte sie Lesungen und Veranstaltungen mit migrantischen Autoren.

 

(Quelle und Link: https://www1.wdr.de/kultur/kulturnachrichten/autorin-pilar-baumeister-tot-100.html)

 

Wir trauern um Pilar Baumeister

 

Pilar Baumeister ist am Sonntag, den 19. Dezember 2021 verstorben. Der VS ist tief getroffen von dem Verlust.

 

Pilar Baumeister wurde 1948 In Barcelona geboren und lebte seit 1975 in Deutschland. Sie studierte deutsche, englische und russische Philologie und wurde 1990 in Germanistik mit ihrer Arbeit über Die literarische Gestalt des Blinden im 19. und 20. Jahrhundert – Klischees. Vorurteile und realistische Darstellungen des Blindenschicksals promoviert. Sie selbst war seit ihrer Geburt blind. Seit 2006 leitete sie als Sprecherin der Schriftstellerinnen und Schriftsteller mit multikulturellen Wurzeln im VS Nordrhein-Westfalen Projekte zur Förderung von Lesungen von Migrantenautorinnen und -autoren in deutscher Sprache. Mit viel Herzblut und Empathie organisierte sie Lesungen und Diskussionen. Ihre stets freundliche Art und ihr positiver Blick in die Zukunft waren ansteckend. Sie schrieb Lyrik, Romane und literaturwissenschaftliche Essays, teils auf Deutsch, teils auf Spanisch und war mit Lesungen viel in Spanien unterwegs. In ihren Geschichten verlassen die Menschen oft unsere Welt, erzählen aus dem Jenseits oder von anderen Sternen. Das Surreale, die andere Perspektive auf unsere Welt, das war ihr Blick, der Blick einer Blinden. Danke dafür, Pilar.

 

Seit 2019 war Pilar Baumeister Mitglied des Bundesvorstands des VS und für »Worte gegen Rechts« und die Erinnerungsarbeit zuständig. Ihre Beharrlichkeit auf die Belange von Kolleginnen oder Kollegen mit multikulturellen Wurzeln hinzuweisen, hat die Sensibilisierung des gesamten Verbandes verstärkt. Sie half uns in einer sich digitalisierenden Zeit, die Grenzen des Sichtbaren miteinander zu erforschen. Ihre Stimme mahnte immer zum Bedenken jener Mitmenschen, die oft übersehen werden. Wir vermissen Pilar in unserem Vorstand und werden ihre Arbeit fortsetzen.

 

(Quelle und Link: https://www.lifepr.de/inaktiv/vs-verband-deutscher-schriftsteller/Wir-trauern-um-Pilar-Baumeister/boxid/879968)

Erste Ergebnisse der Online-Mitgliederversammlung 2021

Bei der ersten ordentlichen Online-Mitgliederversammlung der Europäischen Autorenvereinigung "Die KOGGE" e.V. am Samstag, den 27.11.2021 wurde das Präsidium für die Jahre 2019 und 2020 entlastet und in seiner bisherigen Zusammensetzung (siehe hier) für weitere drei Jahre im Ehrenamt bestätigt. Gleichzeitig beschlossen die Mitglieder, fünf Anträgen auf Aufnahme in die KOGGE zuzustimmen. Wir freuen uns in unseren Reihen begrüßen zu dürfen:

 

Barbara Bojack aus Gießen

Laure Cambau aus Paris

Dr. Nicol Goudarzi aus Köln

Dr. Wulf Noll aus Düsseldorf

Günter Maria Bregulla aus München

 

Herzlich willkommen an Bord der KOGGE!

 

Weitere Informationen über die Mitgliederversammlung und deren Beschlüsse werden im nächsten KOGGE-Brief Ende des Jahres mitgeteilt.

Nachtrag zum Loerke-Ehrengrab

Manchmal nutzt Protest vonseiten Kulturschaffender offenbar tatsächlich: das Ehrengrab für den Dichter Oskar Loerke in Berlin bleibt nun doch erhalten, wie der Berliner Senat Ende Juli 2021 mitteilte. Die Einzelheiten sind hier verlinkt.

Brief des Präsidenten an den Regierenden Bürgermeister von Berlin: Protest und Entsetzen

Foto: (c) Anna Seibel
Foto: (c) Anna Seibel

In einem Schreiben an den Regierenden Bürgermeister von Berlin, Michael Müller, hat sich KOGGE-Präsident Prof. Uli Rothfuss vehement gegen die Aufhebung des Ehrengrabes für den Dichter Oskar Loerke ausgesprochen. Den Originaltext finden Sie in der nachstehenden Datei.

Brief an Michael Müller.pdf
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Berlin annuliert Ehrengrab für Oskar Loerke

Die Entscheidung des Berliner Senats, auf eine Vorlage des Regierenden Bürgermeisters Michael Müller hin die Anerkennung eines Ehrengrabes für den bedeutenden Dichter Oskar Loerke (1884 -1941) zu annulieren, hat den Schriftstellerkollegen Lutz Seiler kürzlich zu einem scharfen Protest veranlasst, den der deutsche PEN nun mit deutlichen Worten sekundiert. Im Namen der KOGGE sprechen sich der Präsident Prof. Uli Rothfuss und der Vizepräsident Marcus Neuert ebenfalls für eine Rücknahme des Beschlusses aus. Hier der Text, welchen Heinrich Peuckmann, KOGGE-Mitglied und Generalsekretär des PEN-Zentrums Deutschland als offizielle Pressemitteilung diesbezüglich herausgegeben hat:
 
PEN-Zentrum protestiert gegen das Aufgeben des Ehrengrabes für den Lyriker und Lektor Oskar Loerke
 
Pressemitteilung, Darmstadt, 22. Juli 2021. Nach einer Senatsentscheidung zur Vorlage des Regierenden Bürgermeisters von Berlin, Michael Müller, soll das Ehrengrab des Lyrikers und Lektors Oskar Loerke aufgegeben werden. Dem in der Süddeutschen Zeitung veröffentlichten Protest unseres Kollegen Lutz Seiler gegen diese Entscheidung schließt sich das deutsche PEN-Zentrum an.
 
Dass ein fortlebendes Andenken von Oskar Loerke in der Öffentlichkeit nicht mehr erkennbar sei, wie es in der Begründung heißt, entzieht sich jeglicher Messbarkeit. Wieviel an vordergründigem Zeitgeist in diese Annahme einfließt, wäre zu überlegen, denn es lohnt sich sehr wohl, das Andenken an Loerke wach zu halten.
 
Mit der Machtergreifung der Nazis verlor er sofort seinen Posten als Sekretär der „Sektion für Dichtkunst“ in der Preußischen Akademie. Um dem S. Fischer Verlag, bei dem er als Lektor arbeitete, zu helfen, unterzeichnete Oskar Loerke eine Loyalitätsadresse an Hitler, eine Handlung, die ihn krank gemacht hat, wie seine Tagebuchaufzeichnungen belegen. Von Schmach, Ekel und Verzweiflung über das Teuflische spricht er darin. Mit Abscheu hat er die Gleichschaltung kommentiert. In seiner Lyrik beschreibt er die Naziherrschaft mit drastischen Worten, die an Klarheit nichts zu wünschen übriglassen. Was innere Emigration wirklich bedeutet, kann man an seinem Beispiel ablesen.
 
Dies ist eine Haltung, die in unserer Zeit und sicher auch darüber hinaus ganz sicher ein Andenken verdient. Zudem ist Oskar Loerke ein bewundernswerter Lyriker von großer Sprachkraft, dessen bildhafte Sprache den Leser auch heute noch berührt.
 
Wir bitten den Rat der Bürgermeister von Berlin daher, das Ehrengrab von Oskar Loerke nicht aufzugeben, sondern es zu erhalten.
 
Für das PEN-Zentrum Deutschland
 
Heinrich Peuckmann
Generalsekretär
 
PEN-Zentrum Deutschland e.V., Fiedlerweg 20, 64287 Darmstadt
 
Das Bild zeigt den Dichter Oskar Loerke (Quelle: C.W. Leske Verlag, Düsseldorf).

Abschied von KOGGE-Autor Burckhard Garbe

Dr. Burckhard Garbe, Minden 2008 (Foto: M. Ploszewska)
Dr. Burckhard Garbe, Minden 2008 (Foto: M. Ploszewska)

Wir trauern um unser langjähriges KOGGE-Mitglied Burckhard Garbe (1941 - 2021). Der Schriftsteller und Germanist lehrte an der Uni Göttingen, war Autor zahlreicher Werke und Initiator des bekanntenb Literaturpreises Holzhäuser Heckethaler. Für seine Arbeit wurde er mit zahlreichen Ehrungen ausgezeichnet. Zuletzt lebte er im nordhessischen Grebenstein und in Frankfurt am Main, wo er kürzlich verstarb. Unser Foto zeigt ihn bei einer Lesung in Minden im Jahre 2008.

KOGGE-Mitglied Chinmayo verstorben

Chinmayo (auf Facebook)
Chinmayo (auf Facebook)

Der Künstler Chinmayo, langjähriges KOGGE-Mitglied aus Duisburg verstarb, wie die Redaktion mit großem Bedauern erst jetzt erfuhr, bereits im März diesen Jahres in seinem 85. Lebensjahr. In den 1980er Jahren, also in der Zeit, in welcher die KOGGE sich verstärkt für eine Verbesserung der Beziehungen nach Osteuropa einsetzte, nahm Chinmayo mehrmals an sowjetisch-deutschen Kulturaustausch-Aktionen teil. Erst im vergangenen Herbst war Chinmayo für sein Lebenswerk mit der Duisburger Mercator-Ehrennadel ausgezeichnet worden. Nachstehend finden Sie zwei Würdigungen seines Lebens und Schaffens:

 

 

https://www.lokalkompass.de/duisburg/c-kultur/lehmbruck-museum-chinmayo-ist-tot_a1541009

https://www.lokalkompass.de/muelheim/c-kultur/zum-tod-des-kuenstlers-chinmayo_a1539581

Nachruf auf SAID

(c) M. Ploszewska, 2013
(c) M. Ploszewska, 2013

Zum großen Bedauern des Präsidiums ist unser langjähriges KOGGE-Mitglied SAID im Mai erst 73-jährig in München verstorben. Mit ihm verstummt eine der profiliertesten literarischen Stimmen des Landes.

KOGGE-Präsident Prof. Uli Rothfuss hat einen sehr persönlichen Nachruf auf den bedeutenden Dichter iranischer Herkunft und deutscher Sprache verfasst:

 

 

SAID.

 

Der Dichter der Liebe.

Von Prof. Uli Rothfuss.

 

Unsere erste Begegnung liegt bald 25 Jahre zurück, ich Kulturdezernent, Schriftsteller, er der Dichter, auch in seinen Erzählungen und Essays der Dichtung verpflichtet, wir beide verstanden uns auf Anhieb, er mit seiner Liebe zum Orient, ich mit unbändigem Interesse an jener Weltgegend, und ich lud ihn ein, zur Lesung in die Hesse-Stadt.

 

Wir verbrachten die Tage miteinander, entdeckten ein Stück weit den Schwarzwald, gingen den Spuren Hesses nach, des auch Grenzüberwinders, oder Grenzen nicht Anerkennenden, in seiner Geburtsstadt, er kam nach Hause, wir diskutierten, ich, der ich oft im Kaukasus war, in der Nachbarschaft seiner Heimat Iran, wir tranken kaukasischen Wodka, schwarzen, süßen Tee, wir rauchten, diskutierten. Er signierte mir seine Bücher, acht davon stehen in meinen Regalen, am liebsten mir sein grandioser Band mit Liebesgedichten, „Sei Nacht zu mir“ (C.H.Beck). Und wir fanden so Stück um Stück in Freundschaft zusammen – die standhielt, auch in der Zukunft. Er, PEN-Präsident, animierte mich, dazu zu kommen. Wir wechselten e-mails, er schickte mir neue Gedichte, wir trafen uns, in München, und immer freundlich, einander in Freundschaft verbunden, in zuvorkommendem, achtungsvollem, von gegenseitiger Wertschätzung geprägtem Umfang; seine Gedichte, vor allem seine wunderbaren Liebesgedichte, verließen mich nicht, wurden zu Begleitern, und ich sah die Gedichte in ihm, wann immer ich ihn traf, mit ihm zusammen sein konnte, und wenn wir, manchmal lange, uns nicht trafen, sah ich ihn in den Gedichten.

 

Er erzählte, er konnte wunderbar erzählen, von seiner Kindheit, im Iran, von seinem Herüberkommen, nach Deutschland, der Rückkehr, nach der Revolution, der Enttäuschung von neuer Repression, der Rückkehr nach Deutschland. Er, SAID, war mein Gast, zu Hause. Wenn man mich fragt, würde ich ihn als meinen Freund bezeichnen. Wahrscheinlich würde auch er so antworten. Unser Kontakt war unstet, unregelmäßig, aber er blieb herzlich, er blieb der Freundschaft verpflichtet, dem gemeinsamen Anliegen der Behaustheit in der Sprache.

 

Nun ist er gestorben. An einem Herzinfarkt, wie zu lesen ist. Er, der Dichter der Liebe, und der Freiheit, stirbt an einem Herzinfarkt. Wie passend ist das nun? Vielleicht hätte er selbst es sich so gewünscht.

 

Er war ein Dichter, der keine Grenzen kannte. Oder, sie vielleicht kannte, aber nie akzeptierte. Der Orient und Okzident nie getrennt sehen konnte. Für den es solche Grenzen nicht gibt, in Gedanken nicht, und in der Realität sah er sie vielleicht, akzeptierte sie aber nie, diese Negation spiegelte sich hinein in den Umgang mit Menschen, mit dem Gegenüber, dem er zusprach, dem er zuhören konnte.

 

Das darüber hinaus Denken war sein Ziel, nicht das an Grenzen stoßen – und aufgeben. Und das ohne Hass, ohne jeden Neid, ohne äußere Auflehnung. Als Dichter der Liebe hatte er den Anspruch, Grenzen durch Liebe zu überwinden; mit Gedichten, die diese Liebe formulieren, aber mehr – durch eine Haltung, eine Haltung des in-den-Arm-Nehmens, nicht konkret, solche Gesten waren ihm fremd, sie waren auch nicht nötig, wenn man in seine gütigen Augen blickte und sich aufgehoben fühlt, sondern gefühlt, mit Liebe, und Sprache, einer Sprache des den-Kopf-Waschens, auch nicht im Sinn des gewohnten Gebrauchs des Begriffs, sondern übertragen, des-Kopf-Waschens, um wach zu machen für die Erkenntnis der Liebe – liebe deinen Nächsten, so verstehe ich ihn, heute, SAID, liebe ihn, und der Hass verfliegt, die Nähe folgt, zwischen dir und mir, zwischen Ost und West, und die Differenzen werden marginal, denn der Mensch ist ein Mensch. So sah er, der im Iran Aufgewachsene, erst mit dem Terror des Shahs, später mit dem der Mullahs konfrontiert, die Religionen dennoch als Chance, aufeinander zugehen zu können – auch hier waren heraufbeschworene Grenzen für ihn keine wirklichen, der Dichter der Liebe sah auch in den Religionen zuerst das Verbindende, die Mahnung zur Toleranz, zum aufeinander Zugehen und den anderen in seinem Anderssein zu akzeptieren.

 

Er wir mir, er wird der Literatur, er wird der Welt fehlen. Wie gut, und es ehrt mich, dass er unsere deutschsprachige Literatur, unsere Poesie, bereichert. Wir können seine Literatur, gerade seine Gedichte, und damit ihn wieder und wieder lesen, seine Gedanken erleben, nacherleben. Ich, ja, ich will es tun. Heute. Morgen.

 

SAID war seit vielen Jahren Mitglied der Europäischen Autorenvereinigung Die KOGGE. Und er vereinte wie kaum ein anderer das Anliegen der Vereinigung: mit Literatur über Grenzen hinweg zu wirken, Literatur, Dichtung, als Vermittlerin zwischen Kulturen, und zwischen Menschen. Geboren im Iran, lebte er seit den 1960er Jahren in München, begann früh in der deutschen Sprache zu schreiben, die er sich schnell aneignete und in all ihren Nuancen beherrschte für seine großartige Dichtung, die mit einer Vielzahl von Preisen ausgezeichnet wurde. SAID starb knapp 74jährig im Mai an einem Herzinfarkt. http://www.said.at/.

 

Zum Schluss, zusammenfassend, ein Gedicht von ihm:

 

 

SAID

 

Und einmal

forderte ich dich auf,

ein Wort nachzusprechen,

ein einziges Wort,

ein Wort, das es nur nachts gibt.

 

(aus: Sei Nacht zu mir, C.H. Beck)

 

KOGGE-Herausgaben seit 1958

KOGGE-Autorenkollege Bernd Kebelmann aus Berlin hat sich dankenswerter Weise eines Themas angenommen, das schon lange endlich einmal (wieder) auf der Webseite der KOGGE hätte veröffentlicht werden müssen: eine vollständige Liste aller seit der Wiedergründung der Autorenvereinigung nach dem Zweiten Weltkrieg erschienenen Anthologien und Zeitschriften mit der KOGGE als Themenschwerpunkt.

 

Schon alleine manche der Titel belegen eindrucksvoll den fortschreitenden Wandel der KOGGE zu einer demokratie- und europaaffinen Gemeinschaft von Schreibenden und Übersetzenden.

 

Ab sofort zu finden unter dem neuen Seitenreiter "KOGGE-Herausgaben". To be continued, wie zu hoffen steht - die Redaktion bittet um Beachtung.

Unsere Geschäftsstellen-Koordinatorin

Nach dem Ausscheiden von Kristof Gippert, der sein Studium an der Akademie Faber-Castell in Stein im Oktober 2019 erfolgreich abgeschlossen hat, ist die Geschäftsstellenkoordination der KOGGE nun ab sofort wieder besetzt und entlastet unseren Präsidenten vor Ort vom Tagesgeschäft: Mit Mariam Jaiani haben die Mitglieder nun auch wieder eine neue Ansprechpartnerin, die für Kontaktaufnahmen und Anfragen zur Verfügung steht und unter der bekannten Mailadresse erreicht werden kann:

 

diekogge-stein@gmx.de

 

Herzlich willkommen!