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Uta Reichardt erhält den KOGGE-Förderpreis 2018

Eine ausführliche Würdigung der Stuttgarter Autorin, die 2017 in die KOGGE zugewählt wurde, finden Sie hier auf dem Portal nordbayern.de vom 01.10.2018.

Die KOGGE-Tagung in Stein 27.-30.09.18

v.l.n.r.: KOGGE- Präsident Prof. Uli Rothfuss, Preisträgerin Uta Reichardt, stellv. Landrat Franz Xaver Formann, Erster Bürgermeister Kurt Krömer am Sonntag anlässlich der Verleihung des KOGGE-Förderpreises. Foto: (pr)
v.l.n.r.: KOGGE- Präsident Prof. Uli Rothfuss, Preisträgerin Uta Reichardt, stellv. Landrat Franz Xaver Formann, Erster Bürgermeister Kurt Krömer am Sonntag anlässlich der Verleihung des KOGGE-Förderpreises. Foto: (pr)

Von Donnerstag, 27.09. bis Sonntag, 30.09.2018 fand die Jahrestagung der Europäischen Autorenvereinigung DIE KOGGE e.V. nach der letztjährigen Zusammenkunft am Stammsitz des Vereins in Minden nunmehr zum zweiten Mal in Stein bei Nürnberg statt.

 

Neben den Schullesungen, Vorträgen und öffentlichen Lesungen zum Tagungsmotto „Identitäten“ wurde erstmals der „KOGGE-Förderpreis für Literatur der Stadt Stein“ verliehen. Der mit 1000,-- Euro dotierte Preis ging 2018 an die Stuttgarter Autorin Uta Reichardt für ihren aktuellen Jugendroman „Im Wolfsland“ und soll künftig alle zwei Jahre in Stein an ein KOGGE-Mitglied, welches noch am Anfang seiner schriftstellerischen Karriere steht, verliehen werden.

 

Nach drei Jahren stand turnusmäßig auch die Wahl des Präsidiums der KOGGE an. Prof. Uli Rothfuss (Zirndorf) wurde als Präsident bestätigt. Für die ausscheidende Charlotte Ueckert (Hamburg) wurde Präsidiumsmitglied Marcus Neuert (Minden) zum neuen Vizepräsidenten gewählt. Neu ins Präsidium bestimmte die Mitgliederversammlung Ursula Teicher-Maier (Dieburg), die beiden langjährigen Präsidiumsmitglieder Brigitte Gyr (Paris) und Malgorzata Ploszewska (Reutlingen) wurden in ihren Ämtern bestätigt. Die Versammlung wählte Charlotte Ueckert für ihre langjährige Vizepräsidentinnenschaft zum Ehrenmitglied. Aus den vorliegenden Anträgen auf eine Aufnahme in die KOGGE wurden diejenigen von Dr. Katja Hachenberg (Karlsruhe), Dr. Zaira Aminova (Mönchengladbach) und Wolfsmehl (bürgerl. Michael Kumeth, Gersthofen) positiv beschieden.

 

Im Jahr 2019 wird die KOGGE-Jahrestagung wieder in Minden abgehalten. Der Termin steht noch nicht genau fest. Nach langer Pause soll im nächsten Jahr auch wieder eine Verleihung des ursprünglich von der Stadt Minden gestifteten KOGGE-Ehrenrings im Rahmen der Jahrestagung stattfinden.

Hamburger Erklärung: Jedes Kind muss lesen lernen

Rund 20 Hamburger Persönlichkeiten haben als Erstunterzeichner das Ziel, zunächst ausgehend von Hamburg eine bundesweite Diskussion zum Thema Lesen anzuregen. Kürzlich wurde die von der Schriftstellerin Kirsten Boie initiierte „Hamburger Erklärung“ veröffentlicht und soll am 20.9., dem Welttag des Kindes, mit den Unterschriften an die Bildungsministerien der Länder, die Bundesbildungsministerin und die Kultusministerkonferenz übergeben werden.

 

Die KOGGE bittet hierfür um Unterstützung und empfiehlt herzlich, die Erklärung auf

 

https://chn.ge/2nDC4ol

 

 

zu unterzeichnen. Anbei die PDF-Datei der Erklärung zum Downloaden.

Hamburger Erklärung.pdf
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...das Plakat zur Jahrestagung 2018!

Programm der Jahrestagung 2018 in Stein

Was die KOGGE Ende September auf der Jahrestagung plant, können Sie ab sofort im Terminkalender nachlesen. Wir freuen uns auf zahlreiche Anmeldungen (in Kürze Näheres hierzu im Koggebrief).

Erklärung von PEN, VS und FDK

Nachstehend die gemeinsame Erklärung von PEN, VS und FDK zur drohenden Übernahme des Unterausschusses auswärtige Kulturpolitik durch die AfD (Pressemitteilung), die die Europäische Autorenvereinigung "Die KOGGE" e.V. nachdrücklich unterstützt:

 

ZUR KENNTNIS

 

Gemeinsame Erklärung des deutschen PEN-Zentrums, des Verbands deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller (VS) und des Bundesverbandes der Friedrich-Bödecker-Kreise e.V. (FBK) zur drohenden Übernahme des Vorsitzes im Unterausschuss Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik durch die AfD

Darmstadt / Berlin, 3.5.2018 I Das PEN-Zentrum Deutschland, der Verband deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller (VS) und der Bundesverband der Friedrich-Bödecker-Kreise e.V. fordern die Unionsfraktionen und die SPD-Fraktion im Deutschen Bundestag auf, von ihrem Zugriffsrecht bei der Besetzung des Vorsitzes im Unterausschuss Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik des Auswärtigen Ausschusses im Deutschen Bundestag Gebrauch zu machen.

Begründung:

Abwertende Äußerungen der AfD gegenüber unserer Erinnerungskultur oder die Forderung nach einer nationalistischen, einseitig ausgerichteten Kulturpolitik zeigen, dass Vertreter dieser Partei nicht geeignet sind, unser Land angemessen im Ausland zu vertreten:

Die AfD erklärt im Wahlprogramm: „Die aktuelle Verengung der deutschen Erinnerungskultur auf die Zeit des Nationalsozialismus ist zugunsten einer erweiterten Geschichtsbetrachtung aufzubrechen, die auch die positiven, identitätsstiftenden Aspekte deutscher Geschichte mit umfasst". Die damit verbundene Kehrtwende hätte gravierende Folgen. Gerade unsere Erinnerungskultur hat weltweit zu Anerkennung geführt und maßgeblich dazu beigetragen, dass Deutschland in der Weltgemeinschaft positiv wahrgenommen und als friedlicher und verlässlicher Partner akzeptiert wird.

Die AfD spricht in ihrem Grundsatzprogramm ferner von „importierten kulturellen Strömungen“ als „ernste Bedrohung für den sozialen Frieden und für den Fortbestand der Nation als kulturelle Einheit“. Das ist falsch. Kultur hat sich seit Menschengedenken immer dort entfaltet, wo ein Austausch über Grenzen hinweg möglich war.

Kultur bedingt Vielfalt und ist ohne Vielfalt undenkbar. Sie lebt vom Austausch und vom Dialog.

Kultur bedeutet auch Friedensarbeit. Die unterzeichnenden Verbände teilen die Überzeugung, dass diese mit der AfD keinesfalls möglich wäre.

 

Regula Venske                             Eva Leipprand                                      Jürgen Jankofsky

Präsidentin                                   Bundesvorsitzende VS                         Bundesverband FBK

PEN-Zentrum Deutschland                                                                                

 

Carlos Collado Seidel                    Astrid Vehstedt

Generalsekretär                             Vorsitzende VS Berlin

PEN-Zentrum Deutschland

Nebentagung der KOGGE in Himmerod 2018

Die "KOGGE" trifft sich wieder zur alljährlichen Nebentagung in Himmerod. "Kogge"-Mitglieder, aber auch interessierte, literarisch schreibende Gäste sind zu den Workshops, Schreibzeiten und Lesungen unter dem diesjährigen Motto "Sprachflüsse, uferlos" herzlich eingeladen. Wir diskutieren, arbeiten und lesen vom 09. bis zum 13. Mai 2018 (Mittwoch-Sonntag) im wunderschönen und ruhigen Kloster Himmerod/Eifel. Weitere Informationen entnehmen Sie bitte dem KOGGE-Brief 3-2017 oder dem aktuellen Post auf der facebook-Seite der KOGGE.

Fotonachlese Jahrestagung 2017

... konzentrierte Gesichter auf der diesjährigen Mitgliederversammlung. Noch viel mehr Bild-Impressionen finden Sie auf unserer Facebook-seite - unser Präsidiums-mitglied Malgorzata Ploszewska und unser Geschäftsstellen-Koordinator Kristof Gippert haben sie aufgenommen. 

Die nächsten Termine für die größeren KOGGE-AutorInnen-treffen stehen auch schon fest: Die Nebentagung samt Lesung und Schreibzeit in Kloster Himmerod findet vom 10.-13.05.2018 und die Jahrestagung in Stein vom 27.-30.09.2018 statt. 

Neue Mitglieder der Kogge 2017

Auf der Jahrestagung der Kogge in Minden wurden drei neue Mitglieder in die Reihen der europäischen Autorenvereinigung aufgenommen. Wir heißen Hermine Navasardyan aus Jerewan/Armenien, Cornelia Becker aus Berlin und Uta Reichardt aus Baden-Württemberg herzlich willkommen an Bord der KOGGE!

 

Unter der Rubrik "Mitglieder" sind, soweit vorhanden, die jeweiligen AutorInnenenseiten mit Informationen zu Viten und Werken verlinkt.

In memoriam Josef Hrubý

Josef Hrubý in Minden 2006 (Foto: © Małgorzata Płoszewska)
Josef Hrubý in Minden 2006 (Foto: © Małgorzata Płoszewska)

Josef Hrubý, langjähriges Kogge-Mitglied, Schriftsteller, Poet und Bildender Künstler aus Pilsen ist im Alter von 85 Jahren verstorben.

Josef Hrubý erhielt u.a. im Jahr 2008 vom Bavaria Bohemia e.V. / Centrum Bavaria Bohemia den Preis Brückenbauer | Stavitel mostů verliehen.

In der Laudatio zur Preisverleihung heißt es u.a. „Unermüdlich setzte sich Josef Hrubý für literarische Übersetzungen in die Sprache der Nachbarländer ein. Unter seiner Federführung entstanden u.a. ein deutsch-tschechischer Almanach oder jüngst die Veröffentlichung von Werken der Autoren Bernhard Setzwein und Friedrich Brandl in tschechischer Sprache. Viele von Josef Hrubýs Werken wurden nicht nur ins Deutsche, sondern auch in neun weitere europäische Sprachen übersetzt. Mit seinem schriftstellerischen Werk hat er auf diese Weise nicht nur die bayerisch-böhmische Grenze, sondern auch Grenzen im europäischen und internationalen Kontext überschritten.“

Josef Hrubý war Schriftsteller mit Leidenschaft, ein literarischer Brückenbauer zwischen Bayern und seinem Heimatland. Das CeBB erinnert an seine unablässige bayerisch-böhmische Netzwerkarbeit und an sein großes schriftstellerisches Talent, Menschen mit der Literatur anzusprechen und grenzüberschreitend zu verbinden.

 

Originaltext auf: bbkult.net

Exil-Museum für Deutschland gefordert

Die Europäische Autorenvereinigung Die KOGGE unterstützt die Forderung des PEN-Zentrums der Schriftsteller/innen im Exil deutschsprachiger Länder nach Gründung eines Exil-Museums in Deutschland.

 

Internationaler P.E.N.

Zentrum der Schriftsteller/innen im Exil deutschsprachiger Länder e.V.

 

Resolution

für die Gründung eines Exil-Museums in Deutschland

 

Die seit über sechzig Jahren bestehende Vereinigung Exil-PEN deutschsprachiger Länder e.V. unterstützt die jüngste Forderung der

Literatur-Nobelpreisträgerin Herta Müller nach der Einrichtung eines Exil-Museums. Seit mehreren Jahren unterstützen unsere aus mehr als fünfzehn osteuropäischen, asiatischen und afrikanischen Ländern stammenden Autorinnen und Autoren die Bemühungen um die Schaffung eines solchen Museums. Sie vertreten die Ansicht, dass nicht nur die von den Nationalsozialisten vertriebenen und verbotenen Exil-Autoren eine würdige, ständige Heimstätte für ihre Publikationen brauchen, sondern auch die nach dem Zweiten Weltkrieg aus kommunistischen und anderen Diktaturen nach Deutschland geflüchteten Schriftsteller/innen.

Unsere Vereinigung, die in einem engen Kontakt mit dem im Sommer 2016 in Solingen gegründeten Zentrum für verfolgte Künste steht, solidarisiert sich mit dem Aufruf von Herta Müller, die seit 2011 die Gründung eines Exil-Museums fordert.

Eine solche Institution sollte - ungeachtet bereits bestehender wissenschaftlicher Institutionen und Publikationsorgane im Dienst der Exil-Thematik wie auch zahlreicher Publikationen zur Bedeutung der Exil-Literatur in unserer Literaturgeschichte - aber auch den aus zahlreichen Ländern stammenden neuen Generationen von Schriftsteller/innen eine Heimstätte für ihre Publikationen gewähren, die sie in einem demokratischen Deutschland für ihre in Unfreiheit lebenden Landsleute geschaffen haben. Sie leisten mit ihren Büchern und anderen Publikationen einen wertvollen Beitrag zur Förderung von Toleranz in einer wachsenden Konflikten bedrohten Weltgesellschaft.

 

Das Präsidium des P.E.N., im Dezember 2016