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Wir trauern um unseren KOGGE-Kollegen Herbert Friedmann

Foto: © Małgorzata Płoszewska (Herbert Friedmann 2005 bei der Kogge-Tagung in Minden)
Foto: © Małgorzata Płoszewska (Herbert Friedmann 2005 bei der Kogge-Tagung in Minden)

1951 -2019

 

Herbert Friedmann absolvierte eine kaufmännische Lehre und arbeitete seit 1977 als freiberuflicher Schriftsteller. Seit 2003 lebte er in Berlin.

 

Friedmann schrieb für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Sein erster Roman "Zwischenstationen" erschien 1978. Die erste Anerkennung als Jugendbuchautor erzielte er 1980 mit "Kalle Durchblick". Für den Jugendroman "Mensch, Mücke" wurde er 1983 mit dem Hans-im-Glück-Preis ausgezeichnet.

 

Es sind ca. 80 Bücher erschienen, darunter auch zwei Lyrikbände ("Berliner Sommer", "Wo fahren Sie hin, Herr Kirschenzeit?") und der Kriminalroman "Toter Wedding".

 

Für sein Kinderstück "Spinnt Herr Mücknück" erhielt Friedmann das KRESCH-Stipendium des Krefelder Kinder- und Jugendtheaterzentrums.

 

1986 war er Stipendiat der Drehbuchwerkstatt im Literarischen Colloqium Berlin, zwei Jahre später zog er als Stipendiat in das Stuttgarter Schriftstellerhaus ein.

 

1993 war er Otterndorfer Stadtschreiber und 1994 Esslinger Bahnwärter.

 

Für seinen Kurzkrimi "Drei Wünsche", der in einer Anthologie des Berliner Verlags Edition Karo erschienen ist, wurde er für den Friedrich-Glauser-Preis 2010 in der Kategorie "Kurzkrimi" nominiert.

 

Bücher von Herbert Friedmann wurden in verschiedene Sprachen übersetzt. Hörbeiträge schrieb er u.a. für RBB, MDR, Radio Bremen und Deutschlandradio. Ungezählte Geschichten und Gedichte veröffentlichte er in Zeitschriften wie L. Der Literaturbote, Matrix, oda, Kürbiskern und Anthologien wie "Tatort Klassenzimmer", "Scham", "Mein heimliches Auge", "Wedding Conncetions" und "Schneeflöckchen, Mordsröckchen".

 

Viele Jahre schrieb Friedmann Satiren und Glossen für Zeitungen wie Süddeutsche, Frankfurter Rundschau, Darmstädtder Echo und Spandauer Volksblatt.

 

Neben Lesungen ab der 3. Klasse hat Herbert Friedmann zahlreiche Schreibwerkstätten geleitet.

 

2008, 2009 und 2010 hatte er an der FH Frankfurt am Main einen Lehrauftrag für Kreatives Schreiben.

 

Quelle: https://www.literaturport.de/Herbert.Friedmann/

 

Herbert Friedmann ist am 19.09.2019 in Berlin verstorben.

 

Weitere Links zum Tod von Herbert Friedmann finden Sie nachstehend.

 

 

https://de.wikipedia.org/wiki/Herbert_Friedmann_(Autor)

 

https://www.cnv-medien.de/news/herbert-friedmann-ehemaliger-otterndorfer-stadtschreiber-gestorben.html

Literaturtage 2019 in Minden

Ehrenringverleihung an Harald Gröhler. Bild: M. Ploszewska
Ehrenringverleihung an Harald Gröhler. Bild: M. Ploszewska

Von 10. - 13.10. 2019 fanden die diesjährigen KOGGE-Literaturtage in Minden statt. Auf zahlreichen Veranstal-tungen zeigte sich die europäische Autoren-vereinigung wieder einmal in all ihren Facetten und vor allem auch mit Menschen und ihren Texten, die ungeachtet ihrer literarisch vielfältigen Wurzeln und Entwicklungsrichtungen fest im Hier und Heute des Literaturbetriebes stehen und ihre gesellschaftlichen Aufgaben als Schreibende im Blick haben: Die Menschlichkeit, den kritischen Blick auf die kulturelle Landschaft um uns und, vielleicht in Zeiten des grassierenden Spaltpilzes besonders wichtig, die europäische Perspektive der Wechselwirkungen von Literatur und Gesellschaft nicht außer Acht zu lassen.

 

Der diesjährige Höhepunkt war sicherlich die KOGGE-Ehrenringverleihung an Harald Gröhler am Sonntag im Hansehaus (s.o.). Erstmals seit 2006 wurde er wieder vergeben: eine besondere Ehrung auf Lebenszeit für eine besondere literarische Haltung und ein lebendiges Werk. Herzlichen Glückwunsch, lieber Harald!

 

Anlässlich der Mitgliederversammlung am Samstag wurden vier neue Mitglieder zugewählt: Renate Maria Riehemann aus Osterode am Harz; Volker König aus Essen; Dr. Ralph Oldenburg aus Fulda und Heike F.M. Neumann aus Zella-Mehlis. Wir gratulieren sehr herzlich und heißen die Neuen herzlich an Bord der KOGGE willkommen!

 

2020 wird die KOGGE turnusmäßig wieder in Stein (Bayern) ihre Literaturtage abhalten und dort voraussichtlich auch wieder den KOGGE-Förderpreis für Literatur der Stadt Stein vergeben - an ein Mitglied, welches dadurch in seinem weiteren literarischen Schaffen unterstützt werden soll. Der Termin steht bereits fest, bitte gleich vormerken: Freitag, 02.10. bis Montag 05.10.2020.

...das Plakat für die KOGGE Literaturtage 2019 in Minden:

KOGGE Literaturtage in Minden 2019
Zur Darstellung des Programmes bitte auf das Bild klicken!

Die KOGGE auf Kaperfahrten

Auf der am Sonntag, den 02.06.2019 zu Ende gegangenen 48. Nebentagung der KOGGE in Himmerod fand neben zahlreichen Werkstattgesprächen und Lesungen zum Thema "Zeitschleifen. Räume und Träume" auch die Vorstellung der Anthologie "Kaperfahrten" mit Beiträgen der Himmeroder KOGGE-TeilnehmerInnen und ihrer GastautorInnen von 2009-2018 statt. Die Sammlung vereint viele Texte, die bei diesen Treffen entstanden oder vollendet wurden. Sie enthält neben Gedichten und Essays auch "neue Geschichten von Mensch zu Mensch, auf Raubzügen literarischer Art zehn Jahre lang in der Eifel erbeutet, erfunden, notiert, von 2009 bis 2018 ins Bordbuch eingetragen", wie der Untertitel nicht ganz ohne Augenzwinkern vermerkt. Herausgekommen ist dabei ein bemerkenswertes Zeugnis deutschsprachiger Literatur, welches sich eindrucksvoll in die Publikationen der europäischen Autorenvereinigung einreiht und dem viele LeserInnen zu wünschen sind.

 

Kaperfahrten. KOGGE-Literaturforum Himmerod. Herausgegeben von Małgorzata Płoszewska und Bernd Kebelmann. Die POP-Verlag-Fragmentariumreihe, Bd. 13. ISBN: 978-3-86356-259-5, 410 Seiten, € [D]19,80."

Michail Krausnick ist tot

Mitte Mai 2019 verstarb unser langjähriges KOGGE-Mitglied Michail Krausnick aus Neckargemünd im Alter von 75 Jahren. Er war noch letztes Jahr mit dem Preis der Heidelberger Autorinnen und Autoren für seinen Roman "Weißer Bruder, schwarzer Rock" geehrt worden und war als Schriftsteller für sein meisterliches Sprachhandwerk und seinen klaren und reflektierenden Blick auf die Herausforderungen der Zeit weithin bekannt und geschätzt. Auch als Drehbuchautor und Filmemacher hat sich Krausnick einen Namen gemacht. Einen ausführlichen Nachruf hat ihm die Rhein-Neckar-Zeitung gewidmet (bitte den Link anklicken):

 

Streiter für die Toleranz ist tot

 

Einen weiteren lesenswerten Nachruf auf den engagierten KOGGE-Autor hat der Zentralrat Deutscher Sinti und Roma verfasst:

 

Trauer um Michail Krausnick

Zeitschleifen - KOGGE- Literaturforum Himmerod 2019

Für weitere Infos bitte auf das Bild klicken
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KOGGE-Mitglied Dieter Schlesak verstorben

Ende März verstarb der langjährige KOGGE-Autor Dieter Schlesak an seinem Wohnort in Italien. Er wurde 84 Jahre alt. Der Schriftsteller mit rumäniendeutschen Wurzeln lebte seit seiner Übersiedelung in die Bundesrepublik 1969 abwechselnd in Stuttgart und in Camaiore/Toskana. Die vielleicht bekanntesten Werke des mit zahlreichen Preisen ausgezeichneten Romanciers, Lyrikers, Übersetzers, Essayisten und Publizisten sind die Romane "Capesius, der Auschwitzapotheker" (2006) und "Vlad. Die Dracula-Korrektur" (2007). Nachrufe auf Dieter Schlesak sind u.a. in der "Stuttgarter Zeitung" und im Berliner "Tagesspiegel" erschienen.

Zum Tode von Wilhelm Gössmann

Der bekannte Düsseldorfer Literaturwissenschaftler und unser langjähriges KOGGE-Mitglied Prof. Dr. Wilhelm Gössmann ist Anfang Januar 2019 im Alter von 92 Jahren verstorben. Einen ausführlichen Nachruf hat Bernd Kortländer für die Rheinische Post verfasst:

 

 

https://rp-online.de/kultur/wilhelm-goessmann-ist-tot-ein-kaempfer-fuer-heine_aid-35445833

 

 

Unser Foto zeigt ihn anlässlich der Nebentagung der KOGGE in Himmerod im Jahre 2012.

 

Mit Wilhelm Gössmann verliert die KOGGE einen geachteten und einflussreichen Experten insbesondere für das Werk von Heinrich Heine und Annette von Droste-Hülshoff, aber auch einen renommierten Autor und wichtigen Kulturvermittler und Popularisierer von Literatur.

Uta Reichardt erhält den KOGGE-Förderpreis 2018

Eine ausführliche Würdigung der Stuttgarter Autorin, die 2017 in die KOGGE zugewählt wurde, finden Sie hier auf dem Portal nordbayern.de vom 01.10.2018.

Die KOGGE-Tagung in Stein 27.-30.09.18

v.l.n.r.: KOGGE- Präsident Prof. Uli Rothfuss, Preisträgerin Uta Reichardt, stellv. Landrat Franz Xaver Formann, Erster Bürgermeister Kurt Krömer am Sonntag anlässlich der Verleihung des KOGGE-Förderpreises. Foto: (pr)
v.l.n.r.: KOGGE- Präsident Prof. Uli Rothfuss, Preisträgerin Uta Reichardt, stellv. Landrat Franz Xaver Formann, Erster Bürgermeister Kurt Krömer am Sonntag anlässlich der Verleihung des KOGGE-Förderpreises. Foto: (pr)

Von Donnerstag, 27.09. bis Sonntag, 30.09.2018 fand die Jahrestagung der Europäischen Autorenvereinigung DIE KOGGE e.V. nach der letztjährigen Zusammenkunft am Stammsitz des Vereins in Minden nunmehr zum zweiten Mal in Stein bei Nürnberg statt.

 

Neben den Schullesungen, Vorträgen und öffentlichen Lesungen zum Tagungsmotto „Identitäten“ wurde erstmals der „KOGGE-Förderpreis für Literatur der Stadt Stein“ verliehen. Der mit 1000,-- Euro dotierte Preis ging 2018 an die Stuttgarter Autorin Uta Reichardt für ihren aktuellen Jugendroman „Im Wolfsland“ und soll künftig alle zwei Jahre in Stein an ein KOGGE-Mitglied, welches noch am Anfang seiner schriftstellerischen Karriere steht, verliehen werden.

 

Nach drei Jahren stand turnusmäßig auch die Wahl des Präsidiums der KOGGE an. Prof. Uli Rothfuss (Zirndorf) wurde als Präsident bestätigt. Für die ausscheidende Charlotte Ueckert (Hamburg) wurde Präsidiumsmitglied Marcus Neuert (Minden) zum neuen Vizepräsidenten gewählt. Neu ins Präsidium bestimmte die Mitgliederversammlung Ursula Teicher-Maier (Dieburg), die beiden langjährigen Präsidiumsmitglieder Brigitte Gyr (Paris) und Malgorzata Ploszewska (Reutlingen) wurden in ihren Ämtern bestätigt. Die Versammlung wählte Charlotte Ueckert für ihre langjährige Vizepräsidentinnenschaft zum Ehrenmitglied. Aus den vorliegenden Anträgen auf eine Aufnahme in die KOGGE wurden diejenigen von Dr. Katja Hachenberg (Karlsruhe), Dr. Zaira Aminova (Mönchengladbach) und Wolfsmehl (bürgerl. Michael Kumeth, Gersthofen) positiv beschieden.

 

Im Jahr 2019 wird die KOGGE-Jahrestagung wieder in Minden abgehalten. Der Termin steht noch nicht genau fest. Nach langer Pause soll im nächsten Jahr auch wieder eine Verleihung des ursprünglich von der Stadt Minden gestifteten KOGGE-Ehrenrings im Rahmen der Jahrestagung stattfinden.

Hamburger Erklärung: Jedes Kind muss lesen lernen

Rund 20 Hamburger Persönlichkeiten haben als Erstunterzeichner das Ziel, zunächst ausgehend von Hamburg eine bundesweite Diskussion zum Thema Lesen anzuregen. Kürzlich wurde die von der Schriftstellerin Kirsten Boie initiierte „Hamburger Erklärung“ veröffentlicht und soll am 20.9., dem Welttag des Kindes, mit den Unterschriften an die Bildungsministerien der Länder, die Bundesbildungsministerin und die Kultusministerkonferenz übergeben werden.

 

Die KOGGE bittet hierfür um Unterstützung und empfiehlt herzlich, die Erklärung auf

 

https://chn.ge/2nDC4ol

 

 

zu unterzeichnen. Anbei die PDF-Datei der Erklärung zum Downloaden.

Hamburger Erklärung.pdf
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...das Plakat zur Jahrestagung 2018!